RefugeeWeek 2027 – und jetzt?
Bei der Zukunftswerkstatt „11 Jahre RefugeeWeek – und jetzt?“ am 21. September wurden viele Ideen gesammelt: zu möglichen Inhalten, zu Formaten und dazu, wie es nach elf Jahren RefugeeWeek weitergehen könnte.
Am 19. Oktober wollen wir daran anknüpfen und gemeinsam weiterdenken. Dabei ist noch alles offen: Vielleicht entsteht eine RefugeeWeek 2027 in neuer Form, vielleicht bleibt vieles beim Bewährten – oder es entwickelt sich etwas ganz anderes, das mit einer klassischen Veranstaltungswoche gar nicht mehr viel zu tun hat.
Festgelegt ist noch nichts. Neue Ideen sind ebenso willkommen wie die Gedanken und Vorschläge aus der Zukunftswerkstatt. Eingeladen sind alle, die Lust haben, die RefugeeWeek 2027 – oder etwas ganz Neues – mitzugestalten.
Ganz gleich, ob Sie am 21. September schon dabei waren oder jetzt neu einsteigen: Sie sind herzlich willkommen,
am Montag, 19.10.26, 17:30 – 19:30 Uhr (Ankommen ab 17:00 Uhr)
im zib., Raum Asien (Rückgebäude, rückwärtiger Eingang, 1. OG), Wertachstr. 29, 86153 Augsburg
Ihre Ideen einzubringen und gemeinsam mit uns weiterzudenken. | Anmeldung bis 18. Oktober bitte an margot.laun@tuerantuer.de.
Veranstalter: Tür an Tür e.V., Tür an Tür-Integrationsprojekte gGmbH, Augsburger Forum Flucht und Asyl in der LA 21 Augsburg, Integrationsbeirat Augsburg






… eine durchaus berechtigte Frage, wie sich im Lauf der Bus-Shuttle-Tour zu Asylunterkünften herausstellte. 15 Interessierte besuchten in sechs Stunden sechs Unterkünfte: Eine Erstaufnahme, in der Menschen bis zu sechs Monaten beengt wohnen, und eine, die noch auf BewohnerInnen wartet. Eine staatliche Gemeinschaftsunterkunft mit großem Helferkreis und hoffnungsfrohen Menschen und eine mit fast ausschließlich abgelehnten Asylbewerbern und gedrückter Stimmung. Und zwei dezentrale Unterkünfte. Eine in einem alten Pfarrhaus und eine in neuen Modulhäusern. Auffallend war, dass in nahezu allen Unterkünften die Einrichtung von Sozialräumen für BewohnerInnen und Freiwillige aufgrund der Belegungsdichte kaum möglich ist. So lässt sich das Fördern – der eine Teil des dzt. vielzitierten „Fördern & Fordern“ – kaum realisieren.
40 Projekte für Geflüchtete und Migranten in und um Augsburg stellt der Verein Tür an Tür in seiner aktuellen Publikation „Flucht, Migration und Bürgerengagement“ vor. Und rund 40 Personen kamen am letzten Tag der „Refugee Week 2016“ ins Café Tür an Tür, um das Buch und einige seiner AkteurInnen – so u. a. Amnesty International oder die Medizinische Flüchtlingshilfe Augsburg – persönlich kennenzulernen. Dr. Stefan Kiefer, Bürgermeister und Sozialreferent, sowie Reiner Erben, Referent für Umwelt, Nachhaltigkeit und Migration, zeigten sich beeindruckt und beantworteten zahlreiche, auch durchaus kritische Fragen der interessierten BesucherInnen rund um das Thema „Flucht & Asyl“.



Über 50 Personen kamen am „Internationalen Tag des Flüchtlings“ ins Café Tür an Tür, um sich über die exterritorialen Anstrengungen der EU zu informieren, Flüchtlinge aus Europa fernzuhalten. Unter dem provokanten Titel „Deals mit Diktaturen: Wie Europa sich in Afrika Flüchtlinge vom Hals halten will“ informierte Dr. Stephan Dünnwald, Mitarbeiter des Bayerischen Flüchtlingsrats und Mitglied im Labor für kritische Migrations- und Grenzforschung, am Beispiel von Mauritanien und Mali über die schon seit langen Jahren üblichen Praktiken Europas, Sicherheitskräfte westafrikanischer Staaten zu finanzieren und auszubilden, damit diese Flüchtlinge davon abhalten, weiter Richtung Europa zu ziehen. Rückführung in die Herkunftsländer ist das Ziel, Visaerleichterungen und monetäre Wohltaten für die eigenen Bürger der Gewinn. Was in Westafrika als Rabat-Prozess begann, soll jetzt auch im Osten Afrikas in Form des sog. Khartoum-Prozesses umgesetzt werden. Erstmals setzt sich Deutschland explizit für diese Überlegungen ein.