Noch 8 Tage – noch 8 Veranstaltungen
…wenn auch etwas ungleich verteilt:
Formal endet die RefugeeWeek 2026 am kommenden Freitag, 26.06., dem „Internationalen Tag zur Unterstützung der Folteropfer„. Am Vorabend erwartet Sie hierzu ein digitaler Vortrag von Dr. Terlinden von Refugio München – Außenstelle Augsburg (–> Anmeldung erforderlich).
Faktisch endet die RefugeeWeek 2026 heute in einer Woche mit einem Vortrag von apl. Prof. Dietz, Richter am Verwaltungsgericht Augsburg, zu GEAS, dem am 12.06., am ersten Tag der RefugeeWeek, in Kraft getretenen „Gemeinsamen Europäischen Asylsystem„.
Und was gibt’s sonst? Gehen Sie mit den Deutsch-Cafés von Tür an Tür picknicken im Wittelsbacher Park, lernen Sie die Angebote der Stadtbücherei Augsburg kennen – analog in einer Führung oder digital mit Ihrem Smartphone. Erkunden Sie Betriebe der Migrantenökonomie in den Stadtteilen Links und Rechts der Wertach (–> Anmeldung erforderlich) oder erproben Sie sich bei der Erstellung digitaler Stories mit geflüchteten Jugendlichen (–> Anmeldung erforderlich).
Oder lassen Sie sich einfach überraschen, was der „Dialog in Aktion“ des Deutsch-Ukrainischen Dialogs für Sie bereithält (–> Anmeldung erforderlich).






… eine durchaus berechtigte Frage, wie sich im Lauf der Bus-Shuttle-Tour zu Asylunterkünften herausstellte. 15 Interessierte besuchten in sechs Stunden sechs Unterkünfte: Eine Erstaufnahme, in der Menschen bis zu sechs Monaten beengt wohnen, und eine, die noch auf BewohnerInnen wartet. Eine staatliche Gemeinschaftsunterkunft mit großem Helferkreis und hoffnungsfrohen Menschen und eine mit fast ausschließlich abgelehnten Asylbewerbern und gedrückter Stimmung. Und zwei dezentrale Unterkünfte. Eine in einem alten Pfarrhaus und eine in neuen Modulhäusern. Auffallend war, dass in nahezu allen Unterkünften die Einrichtung von Sozialräumen für BewohnerInnen und Freiwillige aufgrund der Belegungsdichte kaum möglich ist. So lässt sich das Fördern – der eine Teil des dzt. vielzitierten „Fördern & Fordern“ – kaum realisieren.
40 Projekte für Geflüchtete und Migranten in und um Augsburg stellt der Verein Tür an Tür in seiner aktuellen Publikation „Flucht, Migration und Bürgerengagement“ vor. Und rund 40 Personen kamen am letzten Tag der „Refugee Week 2016“ ins Café Tür an Tür, um das Buch und einige seiner AkteurInnen – so u. a. Amnesty International oder die Medizinische Flüchtlingshilfe Augsburg – persönlich kennenzulernen. Dr. Stefan Kiefer, Bürgermeister und Sozialreferent, sowie Reiner Erben, Referent für Umwelt, Nachhaltigkeit und Migration, zeigten sich beeindruckt und beantworteten zahlreiche, auch durchaus kritische Fragen der interessierten BesucherInnen rund um das Thema „Flucht & Asyl“.



Über 50 Personen kamen am „Internationalen Tag des Flüchtlings“ ins Café Tür an Tür, um sich über die exterritorialen Anstrengungen der EU zu informieren, Flüchtlinge aus Europa fernzuhalten. Unter dem provokanten Titel „Deals mit Diktaturen: Wie Europa sich in Afrika Flüchtlinge vom Hals halten will“ informierte Dr. Stephan Dünnwald, Mitarbeiter des Bayerischen Flüchtlingsrats und Mitglied im Labor für kritische Migrations- und Grenzforschung, am Beispiel von Mauritanien und Mali über die schon seit langen Jahren üblichen Praktiken Europas, Sicherheitskräfte westafrikanischer Staaten zu finanzieren und auszubilden, damit diese Flüchtlinge davon abhalten, weiter Richtung Europa zu ziehen. Rückführung in die Herkunftsländer ist das Ziel, Visaerleichterungen und monetäre Wohltaten für die eigenen Bürger der Gewinn. Was in Westafrika als Rabat-Prozess begann, soll jetzt auch im Osten Afrikas in Form des sog. Khartoum-Prozesses umgesetzt werden. Erstmals setzt sich Deutschland explizit für diese Überlegungen ein.